Willkommen auf der Homepage der Ziehenschule

Tag der Vielfalt an der Ziehenschule

Vielfaltstag der Einführungsphase: Für Vielfalt, gegen Einfalt!

„Das sieht voll behindert aus!“ „Ey du Spast!“ 

Schonmal gehört?

Leider oft verwendete Sätze bei Jugendlichen im Alltag. VIEL zu oft, wie wir finden.

„Du Jude“ als „normale“ Ansprache im gegenseitigen Miteinander Jugendlicher? Absolutes NO GO!

Die Grundlage und Idee für unseren Vielfaltstag am Dienstag, den 07. Mai, war schnell geboren. In der Umsetzung konnten wir schließlich sechs verschiedene Workshops mit externen Anbietern zu den Schwerpunkten Behinderung, LGTBQ, Frauenrechte, Antisemitismus, Sexismus und Rassismus organisieren. Die Einwahl der SchülerInnen trafen diese dann nach eigenen Präferenzen.

Gerade als Europaschule fühlen wir uns verpflichtet, unseren SchülerInnen einen intensiveren Austausch zu diesen Themen zu ermöglichen und dafür auch einen angemessenen Rahmen zu schaffen. Neben den Workshops musste natürlich auch Platz für die Reflexion des Erlebten und eine Bewertung des ganzen Tages sein. Hierfür war der Nachmittag reserviert. Die Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler waren fast ausnahmslos positiv.

Unser Fazit: „Mission erfolgreich und Wiederholung im nächsten Jahr!

Fotos: Carsten Herold

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren externen Partnern, ohne die der Tag natürlich nicht zu realisieren gewesen wäre (und freuen uns schon auf ein Wiedersehen!):

Jüdisches Museum Frankfurt / Netzwerk Courage / Sozialhelden + Leidmedien.de / Amnesty International / Bildungsstätte Anne Frank / Schlau

Text: Carsten Herold für das Vielfaltstag-Team um Katja Schenk, Evi Mercker, Angelika Engelhardt, Yuri Hussain, Sarah Michel und Vanessa Roth.

Auch die Frankfurter Rundschau berichtet unter dem Titel „Sieht voll behindert aus“ (externer Link) über den Vielfaltstag an der Ziehenschule.

Eine Schule gespickt mit Talenten

Die Ziehenschule würdigt besondere Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler

Ein Hauch von Magie liegt in der Luft, als die Schülerin Andrea Paunel die „Ballade pour l’amelie“ am Klavier spielt und die Zuschauer in der voll besetzten Aula der Ziehenschule in ihren Bann zieht. Die eindrucksvollen Klavierklänge machen unmissverständlich klar, dass hier und heute etwas Besonderes geschieht: „Genie ist das Talent der Erfindung dessen, was nicht gelehrt oder gelernt werden kann“. (Immanuel Kant) - Unter diesem Motto führt Schulleiterin Christiane Rogler gemeinsam mit Patrick Löffler (Leiter Aufgabenfeld III) in die Würdigungsveranstaltung für die erfolgreichen Talente an der Ziehenschule ein. Und Talente hat die Schule nun wahrlich genug: Miriam Heeßel aus der 7b gewann mit ihrem Beitrag „Flucht vor dem Krieg“ in ihrer Altersklasse den Jugendliteraturpreis Frankfurt, wobei ihr Werk aus insgesamt 150 eingesendeten Geschichten ausgewählt wurde. Mit dem 900 Euro dotierten 1. Preis der deutsch-französischen Gesellschaft wurde die Schülerin Johanna Weber für ihr Werk „Quel beau rêve“ ausgezeichnet. Auch in Sachen Rechtschreibung zeigte sich die Ziehenschule im laufenden Schuljahr von ihrer besten Seite: Hjalmar Brunßen aus der Qualifikationsphase erlangte den Sieg bei dem Diktatwettbewerb „Frankfurt schreibt“.

A Propos Sieg: Den „ARTE Xenius- Sonderpreis für lebendige Wissenschaft“ von Jugend forscht sicherten sich Franziska Benzin und Anne-Maria Kötter (E-Phase) mit ihrer Entwicklung eines mit Ultraschall-Sensoren ausgestatteten Blindenhutes. Und damit noch nicht genug: Die beiden Nachwuchsforscherinnen dürfen ihre Erfindung in einem Fernsehbeitrag auf ARTE präsentieren.

Dass sich die Ziehenschule um den naturwissenschaftlichen Nachwuchs keine Sorgen machen muss, zeigt auch ein beeindruckender 6. Platz von Sarah Seibert (Qualifikationsphase) bei der hessischen Physikolympiade. Mit Daniel Kospisitzkiy stellt die Schule den aktuellen Hessensieger der Matheolympiade. Im internationalen Mathematik Bolyai- Teamwettbewerb belegte ein Team aus vier Schülern den 13. Platz von 600 teilnehmenden Teams. Beide Ergebnisse unterstreichen das hohe mathematische Potenzial in den Reihen der Ziehen-Schülerschaft. Ein ähnliches Bild zeigt sich im sportlichen Bereich: Eine Tischtennismannschaft unter der Leitung von Christoph Helding und Dirk Hertsch belegte bei den Landesmeisterschaften den zweiten Platz.

Abgerundet wurde die Würdigung am 20.4.2018 durch einen Vortrag von Prof. Dr. Guckert von der Technischen Hochschule Mittelhessen zum Themenfeld „Künstliche Intelligenz“ und zum Talentbegriff.

Text: Roland Carls; Bilder: Tyra Moche

Frankfurt liest - wer hört zu?

Die Ziehenschule als Veranstalter bei „Frankfurt liest ein Buch“

SchülerInnen der Q4 lesen in der U-Bahn aus „Das 7. Kreuz“ von Anna Seghers

Blasse Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster. Frankfurt fährt zur Arbeit.

Während die Bahn Bänker, Studenten und Ausflügler wachrüttelt und das Quietschen der Gleise die letzte Müdigkeit aus den Augen treibt, wecken wir Gedanken mit Worten. 
Längst wach, gewappnet mit sieben Kreuzen und dem Klang des alten Frankfurts in der Stimme - Für alle toten und lebenden Antifaschisten Deutschlands.
Es hallen die Sätze aus allen Ecken, Seiten werden umgeschlagen und Bücher bewegen die Herzen. 
Auf jedes schroffe Nein ein zustimmendes Lächeln. 
Auf jede abweisende Geste ein neugieriger Blick.

Heute lesen wir euch vor. 
Doch hört ihr zu?
Das Mädchen mit der Sonnenbrille.
Die Dame im Kopftuch.
Oder der Anzug mit Coffee to go? 
Jeden Tag begegnen wir jenen Umrissen. 
Welche Welten stehen hinter den Augen, in den Schatten, die der Tag mit sich bringt? 

Wir schaffen uns Plätze gegenüber von stillen Mienen und ernsten Stimmen. 
Die nicht hören und vielleicht nicht sehen wollen, was geschah. 
Gesichter, die sich hinter den Gedanken des Alltags verstecken, zu gefangen sind, um sich herauszuwagen. 
Wir schaffen uns Plätze in den Köpfen derer, die lauschen. 
So erwecken wir unsere Geschichte zum Leben, lebendiger wird sie mit jedem Zuhörer.
Während zuvor noch die Sorgen wie die Häuser dort draußen vorüberflogen, festigen sich mit unserer Stimme auch die Visionen der Menschen. 
Die Welt verändert sich ein bisschen.

Der, der nach ein paar Zeilen aussteigen musste, denkt noch jetzt an gerade diese Zeilen. 
Der, der nur flüchtig von seinem Handy aufsah, nimmt später endlich wieder ein Buch in die Hand.

Helle Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster der Bahn. 
Frankfurt liest noch immer.

Und vielleicht konnten wir helfen, heute ein paar Schatten verschwinden zu lassen.

Siria Ertel

Bilder: Sara Allali

Pilotprojekt Sozialpraktikum

Seit dem Schuljahr 2017/18 läuft der Wahlunterricht „Sozialpraktikum“ als Pilotprojekt. Dabei leisten 16 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 einmal wöchentlich eine Zeitstunde soziale Arbeit an verschiedenen Einrichtungen.

Die Einsatzorte sind so vielfältig wie unsere SchülerInnen: vom Einsatz als VorleserInnen, Gesellschaft und Begleitung bei Spaziergängen in Alten- und Pflegeheimen, als Lesecoaches in Grundschulen, als FußballtrainerInnen oder Kreativ-AG-LeiterInnen in Kitas bis hin zu einem privaten Pflegedienst.

Einige SchülerInnen haben sich selbstständig einen Platz gesucht, andere profitierten von der Kooperation mit der Freiwilligenagentur der AWO Frankfurt, durch die weitere interessante Praktikumsplätze angeboten werden können.

Nach der Durchführung und Evaluation dieses ersten Durchgangs wird entschieden, ob das Sozialpraktikum auch weiterhin in dieser Form an der Ziehenschule angeboten wird.

Die ersten Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler klingen allerdings sehr positiv. Lesen Sie selbst:

Bericht: Lesespiele in einer Grundschule

Mein Name ist Franziska, ich bin 15 Jahre alt und gehe in die 9 Klasse der Ziehenschule. Ich besuche seit einigen Wochen die Grundschule der IGS-Eschersheim und biete dort ein Lesecoaching an. In zwei verschiedenen Gruppen lese und spiele ich mit insgesamt sieben Kindern. In den 90 Minuten fördere ich die Kinder spielerisch und versuche ihnen Spaß am Lesen zu vermitteln. Mit unterschiedlichen Bücher, bekannten und ausgedachten Lesespielen verbringe ich meine Zeit mit ihnen. Nach einigen Stunden konnte ich bereits große Fortschritte beim Lesen erkennen und viele schöne Momente mit ihnen teilen. Ich bin gespannt, was ich in der Zukunft mit den Kindern erleben werde und freue mich auf diese Zeit.

Texte: Katja Schenk, Franziska T.

Europaschulprojekt „Schweden“

Politische Themen auf Englisch in Stockholm

Es handelt sich um eine Austausch- bzw. Begegnungsfahrt nach Stockholm (Schweden). Seit 2004 arbeitet die Ziehenschule im Rahmen ihrer Tätigkeiten als Europaschule mit großem Erfolg mit verschiedenen Partnerschulen im Großraum Stockholm zusammen. In diesem Zusammenhang haben bereits zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Ziehenschule an einer Fahrt in die schwedische Hauptstadt teilgenommen. Seit 2016 ist die Partnerschule das landesweit sehr bekannte Enskilda-Gymnasium im Stockholmer Stadtteil Östermalm. Auf diese Schule schickt zum Beispiel die schwedische Königsfamilie traditionell ihren Nachwuchs (u.a. Kronprinzessin Victoria – Abitur 1996) und auch der aktuelle Chef des Modekonzerns H&M hat dort sein Abitur gemacht.

Worum geht es bei diesem Projekt?

Das Europaschulprojekt umfasst einen Email-Austausch zu verschiedenen europapolitischen Themen mit schwedischen Partnerschülern (auf Englisch), dann der viertägige Besuch in Stockholm und schließlich – sofern es die schwedische Schule ermöglichen kann- der Gegenbesuch der schwedischen Schülerinnen und Schüler in Frankfurt.

In den vier Tagen besuchen wir u. a. das königliche Schloss und das Vasa-Museum (das meistbesuchte Museum Skandinaviens), bei gutem Wetter unternehmen wir einen Ausflug in die Schären (Inseln vor Stockholm). An einem Nachmittag begleitet uns unsere Partnerschule bei einer Rallye durch die weltberühmte Altstadt von Stockholm (UNESCO-Weltkulturerbe). Ein bis zwei Tage sind für den Besuch der Partnerschule mit Einblicken in den dortigen Unterricht und eine gemeinsame Projektarbeit reserviert.

Im April 2018 waren wieder 16 Schülerinnen und Schüler mit Frau Conrad und Herrn Weidinger in Stockholm. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zu dem diesjährigen Projekt zeigen, dass es sich lohnt, dieses Unterfangen weiterzuführen.

Text und Bild: Boris Weidinger

Ciné-club

Französisches Kino 

Hinweis: Der Termin für den Ciné-club vom 17.4.2018 fällt muss leider ausfallen. Ein neuer Termin wird hier so bald wie möglich bekannt gegeben. 

Bald findet an unserer Schule eine Französisches Kino - Vorführung statt. Der Film heißt: ,,La famille Bélier.“ Und wird dann in der Aula gezeigt. Für die, die kein Französisch verstehen... kein Problem! Es gibt deutsche Untertitel! Der Film ist spannend und schön.

Der Eintritt ist frei. Wir waren schon dabei und können euch nur empfehlen zu kommen!!

Rachel Löwenthal und Marta Scharnagl, Klasse 5e

Ziehenschule erfolgreich bei Mathematik- Olympiade

Wieder gehörte die Ziehenschule zu den erfolgreichsten Schulen Hessens bei der Mathematik-Olympiade. Nur drei Schulen aus ganz Hessen konnten mehr Schülerinnen und Schüler in die Endrunde schicken. Zur hessischen Endrunde Ende Februar waren 6 Schülerinnen und Schüler der Ziehenschule zugelassen: Sarah Badaoui, Jan Genadiev und Marlon Melk, David Zhao und Jakob Döll sowie Daniel Kopisitskiy.

Wir gratulieren allen Schülerinnen und Schülern, die teilgenommen haben! 

In der Stufe 10 wurde Daniel Kopsitskiy erneut Hessensieger und konnte sich damit erneut für die Bundesrunde qualifizieren, die er letztes Jahr gewann. Im vorletzten Jahr teilte er den 1. Platz mit einem anderen Schüler. Daniel hat schon zum 6. Mal an der Hessenrunde der Mathematik-Olympiade teilgenommen.

Text: Ilse Marx, Bild: Herr Genadiev

Betriebspraktikum in Pessac

Wie fühlt sich das Arbeitsleben in Frankreich an? Das konnten wir Ziehenschüler aus dem Leistungskurs und einigen Schülern der Französisch-Grundkurse zwei Wochen lang selbst ausprobieren - im Betriebspraktikum in Pessac bei Bordeaux. Wir alle waren natürlich vorher sehr aufgeregt. Wie komme ich in dem Praktikum zurecht? Schaffe ich das sprachlich überhaupt? Wie halte ich das aus, bis zu 6 Stunden täglich zu „arbeiten“. Oder: habe ich da überhaupt genug zu tun? Und das alles weit weg von zuhause! Jetzt können wir sagen: es war eine tolle Erfahrung. Und keiner war überfordert. Nach getaner Arbeit blieb noch genug Zeit zum Chillen mit den Austauschschülern, zum Entdecken von Pessac und Bordeaux. Und ich (Lina) hätte es mir nie träumen lassen, dass ich französischen Grundschülern einmal die Matheaufgaben korrigiere oder ihnen beim Konjugieren von Verben helfe! 

Das Leben im Beruf konnte auch hart sein. Das habe ich (Lea) auch erfahren. Im Bioladen musste ich richtig mit anpacken. Die frischen Waren annehmen, Regale einräumen. Abends weißt du wirklich, was du geschafft hast! 

Das Schönste war aber nach der Arbeit das Zusammensein mit unseren französischen Freunden. Und die gemeinsamen Ausflüge. Wir freuen uns schon, die Franzosen hier im Juni zu empfangen. Dann werden wir sehen, wie sie sich hier im Berufspraktikum schlagen.

Eine super Sache, dieses Betriebspraktikum in Frankreich. Und die turbulente Rückfahrt mit dem Zug durch den heftigen Wintereinbruch - die werden wir alle so schnell auch nicht vergessen!

Text: Lea Bernhard und Lina Ilkenhans aus dem Leistungskurs Französisch bei Mme Puybarraud; Bilder: Sandrine Puybarraud