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Umgang mit sich religiös radikalisierenden Jugendlichen

Themenkonferenz

Wir wissen, dass sich Radikalisierung besonders im frühen Stadium des Prozesses abwenden lässt, wenn extremistische Weltbilder und ideologische Muster noch nicht verfestigt sind. Dieses Themenfeld hat für uns als Schule nach wie vor erhebliche pädagogische Bedeutung. Herr Sinning (FFGI, Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam) hat in einem Vortrag im Rahmen einer Themenkonferenz am 16.08.2018 Informationen über "Warnsignale" bei sich radikalisierenden Jugendlichen gegeben und anhand von Fallbeispielen das Feld ausgelotet, mit diesen Herausforderungen umzugehen. In Arbeitsgruppen wurde an konkreten Fallbeispielen angeregt diskutiert und im abschließenden Plenum mögliche Lösungen vorgestellt. Es wurden den Teilnehmern Tipps, Beratungsstellen, viele wertvolle Informationen an die Hand gegeben und die Grundhaltung zum dialogischen Handeln bestärkt.

Text und Foto: C. Rogler (16.08.2018)

Wahrer Hauptgewinn

Erster Platz beim „Henninger Turm Kreativ-Wettbewerb“

Das Schuljahr 2017/18 endete für die Klassen 5b, 5c, 5d und 5e mit einem wahren Hauptgewinn!

Unter der Leitung von Frau Thormann, Frau Hübner und Frau Zorbach hatten die Klassen am Kreativ-Wettbewerb „Henninger Turm – Wahrzeichen, Inspiration, Dein Kunstwerk“ teilgenommen und dafür im Kunstunterricht zwei- und dreidimensionale Gemeinschafts-Kunstwerke erstellt. Diese schmückten bereits auf der Vernissage im Mai das Mensa-Foyer.

Im Juni zogen die Kunstwerke dann in die Villa Henninger um, wo sie von einer Jury bewertet und aus insgesamt ca. 70 Einsendungen (aus den verschiedensten Frankfurter Schulen) als Sieger auserwählt wurden. Und dieser Sieg zahlt sich im wahrsten Sinne des Wortes aus, denn er wurde mit einem Preisgeld von 10.000€ belohnt!

So fuhren wir mit einer buntgemischten Gruppe aus Schülerinnen und Schülern, Eltern, Kunstlehrerinnen und der Schulleiterin, Frau Rogler, in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien noch spontan zum neuen Henniger Turm, wo wir auf der Aussichtplattform im 34. Stock mit Panoramablick über Frankfurt, stolz unseren Gewinn entgegennahmen. 

Text und Bilder: Melina Zorbach (18.08.2018)

Bericht der Hessischen Schülerakademie

Während der Sommerferien habe ich 10 Tage an der Hessischen Schülerakademie (hsaka, siehe http://www.hsaka.de) für die Mittelstufe auf Burg Fürsteneck teilgenommen - aber was ist das überhaupt? An der hessischen Schülerakademie nehmen Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen teil, die in den Ferien intensiv zu verschiedenen Themen arbeiten, die in der Schule so nicht unterrichtet werden.

Jede*r belegt einen von 5 Hauptkursen, die jedes Jahr wechseln, und 2 Wahlkurse. Dieses Jahr gab es die Hauptkurse Mathematik, Physik, Chemie und Biologie und bei den Wahlkursen Debattieren, Sport, Chor, Kammermusik und Stancel Art (Graffiti Bilder).

Ich war im Hauptkurs „Kunst und Kultur“, der sich aus 13 Schüler*innen und zwei Teamleiter*innen zusammensetzte. Vor den Sommerferien sollten alle 60 Teilnehmer*innen der Akademie etwas für ihre Hauptkurse vorbereiten, in unserem Kurs jeweils eine kleine Performance über uns selbst. Keine ganze einfache Aufgabe, wenn man originell sein will. Ich habe eine kleine PowerPoint Präsentation über mich gemacht, andere aus meinem Kurs haben etwas auf dem Klavier und der Geige vorgespielt oder etwas gesungen. Die beste Idee fand ich, dass eine Kursteilnehmerin eine Gebrauchsanweisung von sich angefertigt hat.

Ich habe die Wahlkurse „Wie wir die Zeit bewegen, wie die Zeit uns bewegt“ (auch Sport genannt) und „Kammermusik“ belegt. Im Sportkurs haben wir verschiede Sportarten aus verschiedenen Zeiten ausprobiert, wie Gruppentanz, Parkour und Capoeira. Da ich Cello spiele, habe ich mich in den Kurs „Kammermusik“ eingeschrieben.

Während unserer Freizeit gab es weitere Angebote, wie zum Beispiel das gemeinsame Schauen des Fußballspiels zwischen Deutschland und Korea oder ein Lagerfeuer. Was mittlerweile zur Tradition der Akademie gehört, ist, dass allen, die wollen, Kontratanz beigebracht wird. Kontratanz ist ein altenglischer Gassentanz, der wirklich Spaß macht, selbst Jungs. Am vorletzten Tag gibt es eine Abschlussparty und am Tag der Abreise kommen alle Eltern, Großeltern, einige Lehrer und Geschwisterkinder. Wir Teilnehmer der Akademie zeigen ihnen, was wir erarbeitet haben. Ich habe in der Akademie Freundschaften fürs Leben geschlossen und viele andere tolle Leute kennen gelernt. Ich kann die Hessischen Schülerakademie nur weiterempfehlen.

Wenn ihr einen Eindruck von der diesjährigen Hsaka bekommen wollt, schaut euch das folgende Video an: https://www.youtube.com/watch?v=2R2TzApXVN0. An einem Tag war sogar die Presse da und hat uns gefilmt.

Text: Anouk Niederberger, Klasse 9g (15.8.2018)

Kinder und Jugendliche sollen abseits von Schule und Stress lernen, wissenschaftliche Fragen beantworten und kreativ arbeiten. Wie die Umsetzung funktioniert, zeigt die Schülerakademie auf Burg Fürsteneck in der Rhön.

Fotos: hsaka. 

Guten Start

Das Kollegium der Ziehenschule wünscht allen Schülerinnen und Schülern einen guten Start und ein erfolgreiches Schuljahr 2018/2019.

Text und Foto: Patrick Löffler (04.08.2018)

Rudern

„Ziehen-Vierer“ rudert zu Gold in Hanau

Am 9. und 10. Juni 2018 fand in Hanau auf dem Main der Landesentscheid der hessischen Schulen im Rudern statt.

Die Mannschaft der Ziehenschule wurde im Rahmen einer Talentsichtung des Schulruderzentrums gebildet. Die vier Mädchen der Wettkampfklasse III: Marisa Wildner, Lynn Krakow, Shirin Treue, Juliane Gassmann mit Steuermann Philippe Seelmann machten ihre ersten Ruderschläge im April und empfahlen sich durch ihre gute Entwicklung in der Talentfördergruppe für einen Start beim Landesentscheid im Viererboot.

Bei hochsommerlichen Temperaturen konnte das Quintett bereits am 9.6. im Vorlauf die schnellste Zeit errudern und sich mit langen wuchtigen Schlägen sowie funktionierender Teamarbeit für das Finale der schnellsten Boote Hessens qualifizieren.

Der Paukenschlag folgte einen Tag später im ausgetragenem Finale. Dort gelang dem „Ziehen-Vierer“ der deutliche Sieg über die Boote aus Kassel, Limburg und der Schillerschule Frankfurt.

Belohnt wurden Philippe und seine Mannschaft mit Medaillen und Siegershirts.

Betreuer und Eltern waren sich einig, dass dieser Erfolg das große Potential der Mannschaft in der neu erlernten Sportart Rudern zeigt und freuen sich auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Schulruderzentrum durch die Frankfurter Rudergesellschaft Germania.

Bericht: Max Schreiber; Fotos: Frau Krakow, Chris Helding

Dank und Ausblick

Ein herzlicher Dank geht an Herrn Kart, Leiter des Schulruderzentrums, der in der letzten Fachkonferenz das Schulprojekt Rudern den Sportkolleginnen und Kollegen vorstellte und alle sofort davon begeisterte. Ein Woche war sein Team im Sportunterricht der Jahrgangsstufe 7 mit ihren Ruderergometern. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler nahmen daraufhin das Angebot wahr und schnupperten beim Rudern herein. Die oben genannten Schüler qualifizierten sich für den Landesentscheid.

Wie geht es an der Ziehenschule mit dem Rudern weiter?

Johannes Karg und sein Team werden uns nach den Herbstferien wieder besuchen.

Wir sind gespannt, ob wir 2019 mit weiteren Booten an den Start gehen.

Ein ebenso großes Dankeschön geht an meinen lieben Kollegen und Rudertrainer Max Schreiber für sein großartiges Engagement für unseren Schulsport. Herzlichen Glückwunsch zu seinem Examen und viel Glück an der Carl von Weinberg Schule. Die bekommen einen Top-Lehrer.

Chris Helding, Schulsportleiter (22.06.2018)

Abschluss eines tollen Schulsportjahres

Das viertbeste Tennis-Team in Hessen

Als Nachrücker aus dem Regionalentscheid in den Landesentscheid der Wettkampfklasse IV gekommen, sorgte das gemischte Tennisteam der Ziehenschule am 21.06.2018 in Offenbach für Furore: Als zweitbestes Team im Vielseitigkeitswettbewerb und nur mit knappen Niederlagen in den Tennis-Duellen gegen Mannschaften aus Frankfurt, Seeheim, Kassel und Usingen zeigte sich das aus insgesamt acht Spielerinnen und Spielern bestehende Team als starke Einheit. An einem heißen vorletzten Schultag wurde auf und neben dem Platz deutlich, dass das Ziehen-Team an einem Strang zieht: Untereinander wurde motiviert, aufgebaut, getröstet, gejubelt und gefeiert. Viel besser hätte das Schuljahr für den Ziehennachwuchs aus sportlicher Sicht nicht enden können.  

Ein großer Dank gilt Frau Bernard vom Schulelternbeirat, die das von Herrn Carls betreute Team vor Ort unterstützte.

Text und Bilder: Roland Carls (21.6.2018)

Herzlichen Glückwunsch

Die Ziehenschule gratuliert allen Abiturientinnen und Abiturienten zum bestandenen Abitur 2018 und wünscht für die Zukunft alles Gute.

Text und Fotos: Patrick Löffler (15.6.2018)

Zeitzeugengespräch

Gespräch mit den Nachkommen einer ehemaligen Frankfurter Familie

Unser Geschichtskurs der Q2 traf am 7. Mai vier Angehörige der jüdischen Familie Bukspan, deren Großeltern und Eltern 1938 aus Frankfurt vertrieben wurden.

Die Gäste, die teilweise aus Israel, Norwegen und den USA angereist waren, nahmen sich drei Stunden Zeit, um mit uns ihre Erfahrungen als Zeitzeugen der zweiten Generation zu teilen.

Bereits vor dem Treffen gab uns unsere Lehrerin Frau Engelhardt einen von Martina Faltinat vom „Projekt Jüdisches Leben in Frankfurt“ verfassten Artikel (externer Link) über die Geschichte der Familie.

Den Großeltern und Eltern unserer Gäste gelang es 1938 über Polen nach Israel zu emigrieren. Bei dem Gespräch, das im Medienhaus der ev. Kirche in der Frankfurter Innenstadt stattfand, bekamen wir einen Eindruck davon, wie es war, im neu gegründeten Staat Israel aufzuwachsen. Außerdem erzählten sie davon, dass in ihrer Familie kaum über das Leben in Frankfurt und die Deportation gesprochen wurde und dass sie erst im Erwachsenenalter von der Familiengeschichte erfuhren. Auch das Erlernen der deutschen Sprache war nicht selbstverständlich, was die Kommunikation mit den Großeltern erschwerte, da die Nachkommen Hebräisch und Englisch lernten.

Wir stellten den Gästen viele Fragen, auf die sie immer sehr ausführlich und eindrucksvoll antworteten. Themenschwerpunkte waren Antisemitismus heutzutage und die aktuelle politische Situation in Israel.

Es war auch noch Zeit, dass einige von uns Schülern von ihrer Familiengeschichte berichten konnten, in der häufig auch Flucht und Migration Thema waren.

Zuletzt gingen wir noch zu den Stolpersteinen von Moshe, Toni, Ruth und Edith Bukspan, Familienangehörigen unserer Gäste, die nicht fliehen konnten und von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Die Stolpersteine befinden sich in der Mainstraße und sollen, wie vier Namenstafeln an der Gedenkstätte am Börneplatz, an die Familie Bukspan erinnern.

Wir fanden das Treffen und Gespräch sehr interessant, da die vier Besucher uns sehr genau veranschaulichen konnte, wie die Erfahrungen ihrer Eltern ihre Kindheit prägte und was es bedeutete, im jungen Israel aufzuwachsen. Es hat uns gefallen, dass wir nach unserer Meinung gefragt wurden, sodass alle in das Gespräch eingebunden waren.

Text: Juliane Schalk; Fotos: Martina Faltinat